Sie ist eröffnet!
Heute Abend beginnt es wieder, das allwöchentliche Ritual, dem so viele Menschen Donnerstags fröhnen. Das Schaulaufen, das Balzverhalten, das unkontrollierte Besäufnis und das dämliche rumgeficke. Ja, es wird ein Traum, meine Damen und Herren, ab heute geht es wieder los. Zu allem Überfluss war gestern in unserem Bundesland für einen Großteil der Schülerschaft die letzte Abitursklausur angesagt, womit der Nachwuchs der sinnlosen Spaßgesellschaft ebenfalls sichergestellt wurde und nun auf die Menschheit losgelassen werden kann.
Nein, ich bin kein prinzipieller Pessimist. Ganz im Gegenteil! Aber heute Abend wird sich das Rad der Oberflächlichkeiten einfach weiterdrehen. Nächste Woche wieder, die Wochen drauf ebenfalls und das wird das ganze Semester über so gehen. Neue Geschichten werden geschrieben, neue Gerüchte entstehen, der Inhalt wird jedoch stets identisch sein: Der mit ihr und sie mit ihm. Ach ja, und der hat noch gekotzt, zu viel Havanna und so. Es ist so langweilig geworden! Was damals als Kultveranstaltung galt – und ja, ich übertreibe, denn mit damals meine ich einfach letztes Jahr! – ist mittlerweile eine Routine und ein Standart geworden, dass ich nur so kotzen könnte.
Heute Abend, bei der Premierenfeier, werde ich dabei sein. Aber die nächsten Wochen werde ich mir Donnerstags ein Alternativprogramm überlegen und nur hier und dort eine Party einwerfen, die mich persönlich wirklich interessiert und bei der ich nicht die ganze Zeit schlechte Laune schiebe, weil lauter Menschen um mich herum saufen, die mir nicht nur am Arsch vorbeigehen, sondern mich regelrecht anwidern.
Ach ja: Schieflage Partys „feiern“!