Schieflage: Kommunikation

April 2, 2008 at 10:10 (Nicht kategorisiert)

Man öffnet die Augen und der erste Blick schweift aus dem Fenster mitten in das Herz der Stadt. Die Sonne scheint und es gibt nur einen einzigen Gedanken: „Genial! Ab in die City!“. Dort angelangt, tummeln sich natürlich ewig viele Menschen um die Schaufenster des hiesigen Einzelhandels und man könnte meinen, da wird viel diskutiert, gelacht, kritisiert und sich über die recht hohen Preise furchtbar aufgeregt. Doch weit gefehlt.

Situation 1: Das Eiscafé
Zwei Männer, beide mit einem Spaghettieis vor der Nase. Statt das kühle Vanilleeis mit Erdbeersauce zu genießen, haben beide ihre Handys in der Hand und tippseln irgendwelche SMS hinein. Von einem Gespräch merkt man hier nichts und wenn das die neue Definition einer Männerfreundschaft ist, dann gute Nacht!

Situation 2: Die Parkbank
Drei Mädels in der vollen Blüte ihrer Pubertät. Geschminkt bis zur Unkenntlichkeit, natürlich topmodisch angezogen (um nicht uniformiert zu sagen) und alle drei mit so viel Parfum zugesprüht, dass die ganze Innenstadt damit erfreut wird. Das erste Mädel schreit am Handy grad jemanden zusammen, weil dieser wohl fünf Minuten zu spät ist. Das zweite Mädel schreibt eine SMS und hört dabei Musik im „Meine-Umwelt-soll-es-auch-hören-Stil“. Mädel Nummer drei sitzt einfach nur gelangweilt herum. Ich schätze, sie hat kein Handy.

Hand aufs Herz: Meine Handyrechnung ist auch öfter mal dreistellig. Aber das, weil ich so viel unterwegs bin und niemanden bekannten um mich herum habe. Ich halte so mit meinen Freunden Kontakt, obwohl ich nicht in der Stadt bin. Ansonsten… telefoniere ich auch zu viel und schreibe zu viel SMS, ich weiß. Aber… das sieht alles so dämlich aus, wenn man das als Außenstehender betrachtet!

Einen Kommentar hinterlassen