Schieflage: „Lass uns Freunde bleiben“

März 22, 2008 at 2:49 (Nicht kategorisiert)

Diesen Satz kennen sehr viele. Der ist bei uns glücklicherweise nicht gefallen. Das rührt daher, dass wir uns von vorne herein darauf geeinigt haben, dass unsere Freundschaft über der Beziehung steht.

In den meisten Fällen dürfte das wohl kaum funktionieren. Es waren nun mal Gefühle im Spiel und das macht so eine Geschichte immer unheimlich schwierig. Zu den „normalen“ Gefühlen kommen dann noch Spielchen wie Eifersucht, verletzter Stolz oder Depressionen und dann ist es gelaufen. Bei uns scheint es allerdings so zu sein, dass wir uns wirklich gegenseitig nicht verlieren wollen und daher die Kraft aufzubringen scheinen, die Freundschaft aufrecht erhalten zu können. Natürlich ist das für mich im Endeffekt schwieriger als für sie, denn ich wollte immer mehr als sie.

Beweis genug ist zunächst jedenfalls, dass sie seit zwei Tagen sehr krank zu Hause im Bett liegt und ich mich um sie gesorgt habe. Ich habe sogar – und jetzt kommt der Klops – bei ihr geschlafen (einmal jedoch unfreiwillig, da bin ich einfach eingepennt). Gefühle sind hier und da mal kurz hochgeschwappt, aber ich liege jetzt nicht mit todtrauriger Miene in meinem Bett, sondern versuche das Ganze zu meistern und kein Trübsal zu blasen. Man bemüht sich eben um Normalität und wenn es nicht geht, dann muss man selbstverständlich das Gespräch suchen und sich etwas distanzieren. So weit bin ich allerdings noch nicht, dass ich das Verlangen verspüre Abstand gewinnen zu müssen.

Richtig hart wird es wohl erst in den nächsten Wochen, wenn es darum geht getrennt auf Partys zu gehen und solche Scherze, aber auch das bekomme ich irgendwie gemeistert. Immerhin habe ich ja auch meine eigenen Freunde, die für mich da sind.

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